Mittwoch, 19. Februar 2014

Short Stories * Freundschaft




Bine von was eigenes hatte für den Monat Februar das Thema Freundschaft ausgewählt für ihr Projekt Short Stories.
Ich erwähnte schon, dass ich dieses Projekt ganz wunderbar finde. Und einmal mehr bin ich Bine so sehr dankbar für die Anregungen, den kleinen Tritt in den ...
Zum Thema Freundschaft habe ich mich von Philipp Poisel inspirieren lassen. Ich hoffe euch gefällt mein Versuch der Beschreibung einer Freundschaft.

 Weil...

Die Eisenbahn
fährt durch unbekanntes Land,
vorbei an gold'nen Feldern,
tiefen Flüssen und zum Strand. „

Ich war schon lange nicht mehr bei dir. Beim letzten Mal hast du entschieden, sie zu verlassen. „Ich komm klar“, sagtest du. „Fahr ruhig.“ Ich bin gefahren und ich glaube du bist klar gekommen. Nicht immer. Aber du bist stark. Viel stärker als ich. Wie lange hab' ich geglaubt du hättest dein Leben so gut im Griff wie niemand sonst. Und dann hast du es mir erzählt. Dein Geheimnis. Du erwartest nichts und bedankst dich für alles. So einfach ist das.

„Der Vorhang vor dem Fenster,
flattert durchs Abteil.
Und ich vermiss dich,
weil... „

Und so einfach ist es auch, dass es Zeit wird. Egal wo wir sind, irgendwann kommt immer der Zeitpunkt, an dem du versuchst mich anzurufen und ich schon das Handy in der Hand habe um deine Nummer zu wählen.


...du Heimat und
Zuhause bist,
weil bei dir mein Bauchweh aufhört.“

Als ich am Bahnhof aus dem Zug steige in der mir so fremden Stadt und dich sehe wie du mit einer Zigarette in der Hand alle Ankommenden musterst mich aber noch nicht gesehen hast, fällt mir auf, wie sehr mir ein Ort zum Zuhause werden kann, solange du dort bist. Gerade will ich mich bemerkbar machen da drehst du sich zu mir um.

Halt mich, halt mich fest.
Tu sooo, wie wenn das jetzt für immer so bleibt,
für immer so bleibt,
für immer so bleibt,
für immer so bleibt.“

„Meine Liebe, du hast dir aber ganz schön Zeit gelassen. Zuviel. Das ist dir klar, oder?“ Einen kurzen Moment schweigen wir, kommen beieinander an. Und unsere gemeinsame Zeit beginnt. „Oh Gott, es ist so gut, dass du da bist! Du fehlst mir!“

Ich brauch kein' Kompass
und keinen sextant,
ich finde
stets zu dir.
Ich komm zurück,
weil ich dich mag.
Kopf in deinem Schoß,
wie eine Taube in ihrem Schlag.

Weil du Heimat
und Zuhause bist.
Weil bei dir mein Bauchweh aufhört.“





Ich freue mich über Kommentare und Feedback!
Lasst es euch gut gehen,
Anie

P.S. Das Lied von Philipp Poisel heißt übrigens "Halt mich" und in Ton und Bild findet ihr es zum Beispiel hier.

1 Kommentar:

  1. Ein schöner Text. Ich mag Philipp Poisel sehr. "Ich & Du" ist das Lied von meinem Mann und mir und wurde an unserer Hochzeit als Überraschung in der Kirche auf der Orgel gespielt. :-)
    Liebe Grüße, Kerstin M.

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